Popkomm Kongress

Popkomm KongressDer Popkomm Kongress war Teil der Popkomm Tradeshow, welche zwischen 1989 und 2011 jährlich stattfand und zwischenzeitlich zu den weltweit größten Fachmessen der Musikbranche gehörte. Aufgrund der negativen Marktentwicklung der Industrie hatte die lange Zeit sehr erfolgreiche Messe gegen Ende mit einem starken Nachfragerückgang zu kämpfen. 2015 wurde das Konzept wieder aufgegriffen und in das Fachevent Pop=Kultur integriert. Dieses wird fortan, wie auch vorher die Popkomm, in Berlin ausgetragen.

Kongress als wichtiger Teil der Popkomm

Die Popkomm setzte sich aus drei Kategorien zusammen, welche jeweils unterschiedlichen Interessen zugeordnet waren:

  • Die Messe, auf welcher sich Unternehmen aus der Branche präsentieren und neue Kontakte knüpfen konnten
  • Ein Festival, auf welchem viele internationale Künstler in und um Berlin auftraten
  • Der Kongress, welcher in erster Linie informativen Charakter hatte

Exzellente Vorträge mit hoher Qualität

Letztgenannte Veranstaltung erfreute sich stets großer Beliebtheit. Dies lag unter Anderem an der hohen Fachkompetenz, der engagierten Refferenten. Der Kongress diente der Vermittlung von Fachwissen durch Workshops und Vorträge. Darüber hinaus wurden Innovationen vorgestellt und zentrale und aktuelle Themen der Industrie diskutiert. Hierzu wurde zahlreiche Prominente mit musikalischem Backround eingeladen, welche sich an den Themen entscheidend beteiligten oder diese selbst vorstellten. Dazu gehörten Angelegenheiten wie digitaler Musikvertrieb, Musikvermarktung, Urheberrechte und Lizenzen. Kontrovers behandelt und sehr häufig angesprochen wurde auch das Thema alternative Bezahlung von Musikern, was in der Branche bis heute heiß diskutiert wird. Speziell in den letzten Jahren ihrer Veranstaltung war die Umstrukturierung und Marktveränderung der Musikindustrie einer der am meisten angesprochenen Inhalte.

Viele bekannte Musiker und Vertreter mit Musikkompetenz

Live auf der BühneZu den Highlights zählte der Vortrag von Regisseur Wim Wenders, welcher 2008 über Filmmusik refferierte. Besonders das Jahr 2006 blieb vielen Messebesuchern in sehr guter Erinnerung: Mit Feargal Sharkey, Lou Perlman, Claude Nobs und Gilberto Gil war ein hohes Maß an Musikprominenz vertreten. Zwei Jahre zuvor hielt VIVA-Vorstandsvorsitzender Dieter Gorny einen Vortrag über das Thema Gesellschaft und Musik. Darüber hinaus waren zahlreiche Politiker und Vertreter von Labels, Softwarefirmen und Exportbüros regelmäßig bei dem Kongress anzutreffen.

Einstellung trotz internationaler Ausrichtung

Dank der internationalen Ausrichtung der Popkomm erfreute sich auch der Konkgress an Besuchern aus aller Welt. Auch die geführten Diskussionen und angesprochenen Fachthemen waren niemals nur auf nationale Sachebehalte bezogen, sondern befassten sich stets mit der gesamten Musikindustrie. Auch die vielen Referenten und Messebesucher aus vielen verschiedenen Ländern untermalten die internationale Ausrichtung der Popkomm. Trotz der hohen Qualität fiel der allseits geschätzte Kongress der Einstellung der Messe nach dem Jahr 2011 zum Opfer. Der Grundgedanke des Kongresses wurde nun teilweise in das neue Pop=Kultur Festival mit eingebaut, welches 2015 aus der Taufe gehoben wurde und gewissermaßen als das Nachfolgerfestival der Popkomm gilt.